Welche Leitlinien bewegen die Schule, Möglichkeiten des Internets zu nutzen?

Die Schule bildet und erzieht die Kinder und Jugendlichen für ein Leben in der heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit, indem sie Traditionen vermittelt, die der Überprüfung standhalten.

Sie will dazu Wissen und Haltung vermitteln. "Haltung vermitteln" heißt " zur Entwicklung einer Persönlichkeit beitragen, die fähig ist, sich auf der Basis vernünftiger Argumente kritisch eine eigene Meinung zu bilden, und dadurch die Voraussetzungen für den engagierten Einsatz in den verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Bereichen schafft".

Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien - und mit ihnen das Internet - gehören, unabhängig von ihrer differenzierten Bewertung, zur gegenwärtigen Lebenswelt.
Infolgedessen sollte die Schule den Schülern das Internet wissens- und haltungsbildend in einer jeweils altersgemäßen Form nahebringen.

Zum Bereich der Wissensvermittlung gehört der Umgang mit dem Internet, also das Erlernen der ihm eigenen Sprache, das Beherrschen der zu seiner Verwendung erforderlichen "Werkzeuge" und das Verständnis für die erdumfassende Netzstruktur und die damit mögliche audiovisuelle Kommunikation. Durch Wissensvermittlung schafft die Schule einen Mindest- Wissensstand bei allen Schülern - und zwar unabhängig von ihrem jeweiligen spezifischen Interesse - und hilft dadurch, Ängste vor dem Neuen abzubauen.

Zum Bereich der Wissensvermittlung gehört auch der an Beispielen aus den unterschiedlichen Fachgebieten geübte praktische Umgang mit den durch das Internet vermittelten Informationen. Durch die gezielte Bereitstellung dieser Informationen schafft die Schule die Voraussetzungen dazu, die Inhalte des Internet zu nutzen, bei denen sich das Internet im Laufe der Zeit als vorteilhaft gegenüber anderen Arten von Wissensvermittlung (oder: Informationsträgern) herausstellen sollte. Aus heutiger Sicht können das Themengebiete sein, die aufgrund der Aktualität, der Spezialisierung oder der vereinfachten bzw. preisgünstigen Informationsbeschaffung oder Kommunikation in Frage kommen.

Die Schule sollte außerdem einen Beitrag zu einer angemessenen Einstellung gegenüber dem Internet zu vermitteln suchen. Das beinhaltet u. a. als Lernziele eine kritische Untersuchung von Nutzen und Gefahren des Internet und das Schaffen von Bewußtsein für seine positiven und negativen Seiten.

Der richtige Zeitpunkt für die Wissens- und Haltungsvermittlung könnte sich anläßlich der Nutzung von konkreten Inhalten ergeben. Sobald als sinnvoll und bequem empfundene Informationsrecherchen durch das Internet die Lerninhalte der Schule bereichern können, sollte auch die gezielte Aufnahme dieser Inhalte über das Internet auf dem Lehrplan stehen. Älteren
Schülergenerationen kann über freiwillige Arbeitsgemeinschaften ein Äquivalent dazu angeboten werden.

Am Ende sollte stehen, daß die Schüler am WDG um die Gefahren und den Nutzen des Internet wissen und es wie ein Handwerkszeug zu nutzen verstehen.

 

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Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium (www.wdg.de) - Der Arbeitskreis Intranet/Internet - 19.3.1999

 

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