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1998–2005
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Funkenflug – wir gehen nach Berlin, und du?

Ein Artikel von Helene Blasberg, EF

Jan Raiber und Krishna Saraswati besuchten uns mit zwei Schülern im Januar an unserer Schule und stellten uns das Projekt „Funkenflug“ vor. „Funkenflug“ setzt sich für Veränderungen in unserem Bildungssystem ein, da der Spaß beim Lernen einfach fehlt und der große Druck starken Stress bei den Schülern verursacht.Gleich nach der Veranstaltung blieben einige engagierte Schüler und fanden sich so zusammen. Und das sind wir: Die Funkenflieger vom Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Wuppertal.
Seitdem sind wir voll in Aktion. Im Februar veranstalteten wir unsere erste Infoveranstaltung für Lehrer, Eltern und besonders Schüler. Waren mindestens 50% der Eltern anfangs eher gegen unsere Idee, mit dem Fahrrad nach Berlin zu fahren, konnten wir schließlich alle überzeugen und begeistern. Sogar in der Zeitung wurde über uns berichtet. So veranstalten wir ein Konzert am 18.03.2013, um noch viel mehr Leute für „Funkenflug“ zu gewinnen.
Das Ziel von Funkenflug und jetzt auch uns ist es, gemeinsam mit Eltern, Lehrern, Politikern und Unternehmern nach guten Lösungen für eine bessere und vor allem sinnvolle Bildung zu suchen.
Im Rahmen der Aktion „Funkenflug“ ist schon etliches passiert, zum Beispiel werden Schüler in Schwäbisch Hall ihr Abitur „selbstständig“ machen: Sie lernen selbst! Die Lehrer stehen nur für Hilfe zur Verfügung.
Außerdem gibt es ein Projekt, mit dem Schüler aus ganz Deutschland, wie auch wir, darauf aufmerksam machen wollen, dass mehr in uns steckt und dass Schule ein Ort sein sollte, an dem wir unsere Fähigkeiten und Potentiale sinnvoll einbringen können, ein Ort an dem unsere Schwächen ausgeglichen werden, ein Ort an dem wir für die Zukunft lernen! Nicht nur für uns, sondern für die ganze Gesellschaft. Und dieses Projekt fordert mutige und vor allem motivierte Schülerinnen und Schüler auf, nach Berlin zu kommen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Und wir werden radeln, etwa 500 Kilometer, jede Nacht an einem anderen Ort schlafen, dann bei Regen oder 37° zum nächsten Nachtquartier fahren. Mit jedem der Lust hat - und das alles weil wir eine Veränderung wollen! Weil wir etwas Besseres verdienen, als krampfhaft unter Druck zu versuchen lauter Informationen in uns hinein zu stopfen, von denen uns die Hälfte auch noch völlig egal ist. Voraussichtlich machen wir uns am 22. Mai auf den Weg und kommen, wie viele andere Schüler aus als ganz Deutschland (auch dabei: Göttingen, Schwäbisch Hall, Freiburg und viele Weitere), zwischen dem 05. und 10. Juni in Berlin an. Von der Schule werden wir in dieser Zeit frei gestellt (11 Schultage), da viele Lehrer und besonders unsere Schulleitung sehr hinter uns stehen – wofür wir unglaublich dankbar sind! Auf unserem Weg und auch durch die ganze Organisation erleben wir als Gemeinschaft so viel, sammeln so wertvolle Erfahrungen, wodurch wir für unser Leben so viel mehr lernen werden, als in zwei Wochen Schule. Außerdem werden wir auf unserem Weg soziale Projekte umsetzen, da wir – nachdem wir unsere Tagesetappe zurück gelegt haben – noch viel Zeit an den jeweiligen Tagen haben, zum Beispiel können wir in Seniorenheimen vorlesen oder Gesellschaftsspiele spielen, in Nachmittagsbetreuungsstätten helfen oder uns anderweitig sozial engagieren. Und all das, weil wir den Willen und die Stärke haben mehr zu sein, als Teil eines Bildungssystems, das lauter Informationen in uns stopfen möchte und uns am Ende einfach vor dem Leben stehen lässt. Denn wir verdienen etwas Besseres! Aus einem Haufen wuselnder Träume und Ideen haben wir uns zu einer ziemlich organisierten Truppe entwickelt, auf die ich sehr stolz bin. Und das zu Recht, wie ich finde. Wir möchten einfach allen Schülern Mut machen und sagen: Hey, das ist eure Chance, nutzt sie und seid Teil einer wundervollen Bewegung, von der nicht nur wir, sondern unsere Kinder, Enkel und die ganze Gesellschaft profitieren soll! Ich glaube an uns und an euch! Ihr seid klasse.

Eure Helene und die ganze Funkenflug-Gruppe vom WDG in Wuppertal
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